Die Wand
Ein dichtes Geflecht aus Einflüssen wie Erziehung, Umwelt und Sozialisation strömt unaufhaltsam von der Seite herbei. Mit jeder persönlichen Erfahrung bleibt etwas davon hängen, als Grenze. Als Erinnerung. Und vor allem: als Bewertung. Und irgendwann ist sie da: Die Wand. Sie verschiebt den Lebensraum in einen Schutzraum, der zugleich ein Gefängnis ist.
Die Wand wirkt nicht unüberwindbar, ist jedoch auch schwer greifbar. Komplexe Struktur. Spürbar, nicht aufdringlich, aber dennoch präsent.
Die Wand ist da, auch wenn der Verstand weiß, dass man ihre Existenz eigentlich besser hinterfragen müsste.
Es entsteht gerade eine Serie mit stillen, nach innen gerichteten Bildern. Jedes Bild zeigt dabei weniger ein klares Hindernis als vielmehr den Moment, in dem jemand beginnt, sich dessen bewusst zu werden und sich zu seiner persönlichen Wand in Beziehung zu setzen.
Demnächst mehr…
